16. Dezember 2017

Mach dich selbst glücklich #15 – Jahresrückblick

2017 – Ein Jahr, wie ein Augenblick

Letztes Jahr saß ich um diese Zeit unglücklich und einsam an meinem Schreibtisch und habe mein Leben mit dem Tiefpunkt eines Bridget Jones Films verglichen. Ach, was hat sich nicht alles verändert in diesem Jahr, das nicht länger als einen Moment, einen Augenaufschlag, gedauert haben kann.
Ich war drei Monate in Hamburg für ein Praktikum, bei dem ich nicht nur viel gelernt, sondern auch wahre Freundinnen gefunden habe. Meine erste eigene Wohnung (wenn auch nur für kurze Zeit) war eine tolle Erfahrung. Doch was hatte ich nicht Panik vor meiner Rückkehr in meine Kleinstadt, die ich doch so fluchtartig verlassen hatte.

Zurück zuhause ergab es sich dann, dass sich so viele liebe neue Menschen in mein Leben geschlichen haben, so dass diese Angst völlig unbegründet blieb. Letztes Jahr habe ich mich bemitleidet, alle meine männlichen Freunde verloren zu haben – dafür habe ich dieses Jahr so viele wundervolle neue Freundinnen gefunden!
Der Sommer war wundervoll mit Urlaub in Ibiza und gutem Wetter zuhause. Im Herbst war ich sogar mit einer meiner besten Freundinnen in Dublin – der Stadt meiner großen Liebe.

Im Großen und Ganzen war ich dieses Jahr so glücklich, wie noch nie in meinem Leben – und das ganz ohne einen Kerl. Doch selbst der kam im Oktober: ein Junge, wie er im Bilderbuch steht. Vielleicht war es dumm ihn jetzt schon wieder wegzustoßen, doch ich hab mich in meine Unabhängigkeit verliebt und er ist nicht der, für den ich sie aufgeben würde.

Mein Kopf sprudelt voller Ideen: Eine Geschichte habe ich geschrieben und eine App würde ich gern programmieren, wenn ich es könnte. Hätte ich nur mehr Zeit, würde ich auch gerne wieder Youtube-Videos machen – es gibt so viel, was ich gerne verwirklichen würde. Doch das muss bis 2018 warten.

2018, das Jahr, in dem sich alles verändern wird. Ich kann nicht einmal sagen, was ich ab Mitte des Jahres machen werde, nachdem ich mit dem Bachelor fertig bin. Mal sehen, was das nächste Jahr so bringt.

18. Oktober 2017

Spätsommer

Du verrennst dich und verbrennst dich!


Die Gefahr ruft und reißt dich an  
Und verletzt und verloren bist du dann.

Du bist so dumm, doof, dämlich. 
Was bringt dir das hier nämlich? 
Nur Schmerz und ein gebrochenes Herz.

Lass es doch einfach sein,
Für dich ist seine Welt zu klein. 

Hast dich verrannt und völlig verbrannt. 

9. Oktober 2017

Fragiles kleines Kartenhaus



Plötzlich kommst du mühelos in mein Leben,
Reißt mein Kartenhaus in tausend Stücke.
Doch kann ich mich nicht wieder aufgeben
Schwör ich mir, wenn ich dich wegdrücke.

Mein Kartenhaus hat für dich keine Lücke. 
Meine Schutzmauern vor zu viel Schmerz, 
lässt du aussehen wie ein schlechter Scherz. 
Reißt mein Kartenhaus in tausend Stücke.

Du heißt Gefahr und Gefahr ist heiß.
Mein Herz ist noch längst nicht aus Eis,
Bringst es dennoch zum Zerfließen
Und lässt ganz neue Gedanken sprießen. 

4. Oktober 2017

Mach dich selbst glücklich #14


2012 war mein Lieblingsjahr.

Musikalisch hat es einige meiner Lieblingslieder aller Zeiten hervorgebracht:
Jedes dieser Lieder beschreibt mein Lebensgefühl in diesem Jahr. Auch wenn ich erst 16 war, war ich in mancher Hinsicht so viel tiefgründiger und stärker als heute.
Ich durchlebte die Teeny Tragödien während ich mir "Teen Idle" von Maria and the Diamonds anhörte, ich verbrachte Zeit mit einem Jungen und "Video Games" von Lana del Rey, ich entfernte mich von meiner damals besten Freundin und sie war plötzlich "Somebody that I used to know" (Gotye), weil sie mir einen Jungen ausgespannt hatte. Ich redete mir ein, dass es eines Tages besser wird und hörte "Wait" von M83. Dann ging ich nach IRLAND und verliebte mich in das wunderschöne Dublin, während ich "Youth" von Daughter als mein Lieblingslied aller Zeiten entdeckte. Dabei lernte ich einen guten Freund kennen, der mir sagte, dass alles "Easy"  (Cro) ist ud als ich zurückkehrte dachte ich mir: "We are young" (fun.)
Manchmal lese ich mir die Dinge durch, die ich mit 16 zu sagen hatte und muss feststellen, dass ich heute nicht mal ansatzweise so poetisch und tiefgründig bin. Wie kann es sein, dass ich 5 Jahre älter und kein bisschen schlauer geworden bin - sogar ehr im Gegenteil.
Mein letztes Gedicht war ein verzweifelter Versuch, 2012 noch stärker zu romantisieren und zu glorifizieren, als ich es ohnehin schon tue. Self-Handycapping nennt man das. Das ist, wenn man sich selbst Steine in den Weg legt, um bei Misserfolgen die Schuld an diesen Steinen und nicht bei sich selbst suchen zu können. Das ist gut fürs Selbstwertgefühl, mit dem ich ja so reichlich bestückt bin.
Auf der einen Seite habe ich schreckliche Angst vor einem zweiten Winter allein, auf der anderen davor, mich auf irgendeine Weise an meine Heimat zu binden. Noch ein Jahr Studium und dann bin ich hier weg. Ich bin nicht für die Kleinstadt gemacht, doch ich kenne mich. Liebe würde mich binden. Also nein, danke, her mit den Steinen! Eine Wunschvorstellung à la Marc Darcy auf Bridget Jones oder doch lieber eine heiße Gefahr wie Daniel Cleaver aus dem selben Film. Wenn man beide nicht habe kann, vielleicht noch ein paar Dates, damit das Gefühlschaos komplett ist und ich gar keine Ahnung mehr habe, was oder wen oder ob ich will.
- Halte ich für einen guten Plan, um nicht doch aus Versehen Mr. Right über den Weg zu laufen.
"Hah! Ich hab' keine Angst vor Gefahr. Hörst du mich Gefahr, ich lach' dir ins Gesicht. Ha ha ha ha!" 
Simba, König der Löwen 

22. September 2017

Pansy Parkinson | Harry Potter Fan-Fiction #1

#0 Pansy Parkinson - Eine Fan-Fiktion

Prolog Post aus Hogwarts



Es war ein warmer spätsommerlicher Tag, als eine kleine Eule über steile 
Klippen auf ein altehrwürdiges gotisches Herrenhaus zuflog. Wo zur einen 
Seite Wellen an steile Felswände peitschten, erstreckten sich zur anderen 
endlos erscheinende grüne Hügel und Täler. Fast schien es so, als würde 
das Anwesen auf magische Weise davor bewahrt werden, in den Abhang 
zu stürzen und trotz seines Alters war es in außergewöhnlich gutem 
Zustand.
In einem der spitzen Türme mit Blick über die See saß gerade Pans 
Parkinson mit ihrer Schwester Maggie beim Frühstück, als Doro, die 
Hauselfe, sie aufgeregt am Ärmel zupfte und auf das große Fenster zeigte. 
Die kleine Eule saß mit nichts geringerem als einem Brief aus Hogwarts 
auf dem Fenstersims. „Um Himmelswillen, lass die Eule doch herein und 
steh nicht so nutzlos rum, Doro!“ stöhnte Pansy sichtlich genervt.
„Oh wie schön, Post aus Hogwarts, dann haben wir ja einen Grund in die 
Winkelgasse zu gehen!“, sprudelte es aus Maggie heraus. „Wir brauchen 
sowieso noch einiges für unseren großen Winterball!“
Pansy verschluckte sich an ihrem Brot. An den Winterball hatte sie dieses 
Jahr noch gar nicht gedacht. Jedes Jahr veranstalteten ihre Eltern eine 
große Weihnachtsfeier, zu der alle reinblütigen Familien Englands 
eingeladen waren und jedes Jahr musste die Feier die Letztjährige über-
treffen. So gab es letztes Jahr eine Torte, aus der ein Feuerwerk aus 
Zuckerguss zu kleinen Minitörtchen explodierte.
Wenn gleich Pansy sich nichts aus diesen Spielereien machte, ging 
Maggie darin völlig auf: „Für dieses Jahr habe ich mir etwas ganz Außer-
gewöhnliches überlegt, wir werden überall kleine leuchtende Lampions im 
Garten schweben lassen und wenn jemand darunter steht, werden sie die 
Farbe seiner Gefühlslage annehmen - das wird großartig! Und ich hätte so 
gerne Schneeflocken, die sich in Zuckerwatte oder Bonbons verwandeln, 
wenn man sie in den Mund bekommt. Das wird gar nicht so leicht.“ Maggie 
war zwar eine hervorragende Hexe, allerdings lagen ihre Stärken nicht in 
Verwandlung. „Und die Torte wird dieses Jahr mindestens sechsstöckig. 
Welche Geschmacksrichtung wäre dir am liebsten, Pansy?“ Pansy 
überlegte und zuckte dann nur mit den Schultern, denn Maggie war auch 
schon bei der Planung der Gästeliste angekommen.