12. März 2018

#11 Pansy Parkinson - Eine Fan-Fiktion

Socks & Sandals II

Als er Monate später durch den Geheimgang vom Honigtopf zur Statue der
buckligen Hexe ging, wartete Pansy schon auf Fred. Sie trug einen
hübsches kurzen Faltenrock und eine viel zu große löchrige Jeansjacke
unter ihrem Schulumhang. Nervös blickte sie sich um, als hätte sie Angst,
entdeckt zu werden. Als sie Fred durch den Geheimgang kommen sah,
zuckte sie am ganzen Körper zusammen.


„Komm hier lang“, flüsterte Fred und zog sie mit sich. Pansy
folgte ihm und sobald sie im Geheimgang waren, drückte sie ihn an die
Wand und küsste ihn. Widerwillig löste sich Fred aus der Umarmung und
sagte: „Wir müssen los. Sonst kommen wir noch zu spät.“ Am liebsten
wäre er für immer mit Pansy in diesem dunklen Gang geblieben.
Im Honigtopf angekommen machte Pansy große Augen.
„Wow, ich hätte nicht gedacht, dass es so einfach ist, aus Hogwarts
herauszukommen“, sagte sie beeindruckt.
„Du wirst jetzt an meiner Seite apparieren, es wird sicher nicht wehtun“,
sagte Fred und versuchte dabei möglichst ruhig zu klingen. Die Wahrheit
war, dass er noch nie mit jemanden zusammen appariert war.
Ohne ein Wort zu sagen, griff Pansy Freds Arm und hielt sich daran fest.
Das Konzert fand auf einer großen Wiese in den Schottischen Highlands
statt. Es dämmerte bereits, doch die große Bühne erhellte den ganzen
Platz.„Wow“, hauchte Pansy, als sie einen Platz in den vorderen
Reihen ergattert hatten.
Es begann mit einem unglaublich lauten Gitarrenklang. Die
beiden Sängerinnen betraten die Bühne und die Menge tobte. Fred hatte
sich nie groß für Musik interessiert, aber der moderne Klang riss ihn mit.
Ab und zu sah er zu Pansy hinüber, die sich ganz auf die Musik
konzentrierte.
Gegen Ende des Konzerts veränderte sich die vorher rockige Stimmung in
eine romantische. „Das ist für alle glücklich Verliebten!“, rief eine der
Sängerinnen. Pansy drehte sie in diesem Augenblick zu ihm um. Ihre
grünen Augen durchdrangen seine. Da schmiegte sie sich eng an ihn und
für eine Weile standen sie nur so da und hörten wie Socks & Sandals mit
ihren zarten Stimmen „to good to be true“ sangen.
Fred schloss seine Augen. Er musste es ihr einfach sagen. War jetzt ein
guter Moment dafür? Sie schmiegte sich so sanft an ihn, doch sie waren
nunmal kein Paar. Malfoy stand immer noch zwischen ihnen. Würde sie ihn
je verlassen? Und selbst wenn, würde sie zu einem Blutsverräter stehen?
Er musste es einfach riskieren.
„Ich hab mich in die verliebt“, hörte er sich plötzlich sagen. Für einen
Moment hielt der die Luft an, doch Pansy schien gar nicht darauf zu
reagieren. Hatte sie ihn etwa nicht gehört? Das muss es sein. Sie würde ihn
doch nicht absichtlich nach so einem Geständnis in der Luft hängen
lassen. In diesem Moment wünschte er sich, er wäre mit Legimentik
vertraut. Dann sollte es an diesem Abend wohl nicht sein. Das war vielleicht
besser so.

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