21. Mai 2018

#15 Pansy Parkinson - Eine Fan-Fiktion

Der Feigling und der Tiger

Pansy saß mit den anderen Slytherins in den letzten Reihen. Viele wichtige 
Leute waren gekommen und alle hatten sich herausgeputzt. Es war ein 
strahlender Tag. Gerade lauschte Pansy den Gesängen der 
Meermenschen, als sie einige rothaarige Gestalten sah. Ihr Herz wurde bei 
Freds Anblick schwer und da sie auf einer Beerdigung waren, konnte sie 
ihren Tränen freien Lauf lassen. Die wichtigen Leute hatten wichtige Dinge 
über Albus Dumbledore zu sagen. Den großen Dumbledore, der kampflos 
gestroben war und damit alles veränderte.


Nach der Bestattung verteilten sich die Leute. Sie wollte gerade wieder 
zurück zum Schloss, als Fred schnellen Schrittes auf sie zu kam.
„Es tut mir so leid, wie sich meine Familie dir gegenüber verhalten hat. 

Sie waren in Trauer und haben es an dir ausgelassen.“, sagte er.
„Schon okay.“, murmelte Pansy und wollte einfach nur weg von hier - weg 
von ihm.
„Wir müssen du-weißt-schon-wen aufhalten. Siehst du nicht das Unheil, 

das er anrichtet? Komm mit mir in den Orden des Phönix und kämpfe mit 
mir“ sagte Fred enthusiastisch. Er wollte einfach nicht wahrhaben, dass sie 
keine Kämpferin war. Sie dachte an Vater und seine Machenschaften im 
Ministerium. Pansy wusste zu viel. Der dunkle Lord würde sie jagen, wenn 
sie sich gegen ihn stellen würde. Draco war das beste Beispiel, dass der 
dunkle Lord vor nichts zurück schreckte.
„Ich kann nicht. Was würde er meiner Familie antun, wenn er erfährt, dass 
ich die Seiten gewechselt habe? Selbst wenn er es nie erfährt, was soll ich
meinem Vater sagen? Ich kann einfach nicht.“, erwiderte Pansy ernst.
Fred griff nach ihren Händen, doch sie schüttelte ihn ab. Er flehte beinahe: 
„Ich will nicht, dass du gehst. Ich liebe dich, Pansy Parkinson.“
„Ich will auch nicht, dass es endet. Aber hast du nicht gesehen, wie deine 
Schwester mich ansieht, wie mich deine ganze Familie ansieht? Sie 
hassen mich und ich kann es ihnen nicht verübeln. Ich stehe für all das 
hier“ sagte Pansy und deutete in Richtung Dumbledores Grab.
„Du bist nicht, für was sie dich halten! Sie kennen dich doch gar nicht“, 
sagte Fred entschlossen.
„Draco war mein Freund, Snape mein Hausleiter. Du hast sie doch alle an 

der Weihnachtsfeier gesehen. Sie haben alle das gleiche Ziel und sind
bereit jeden zu töten, der sich ihnen in den Weg stellt.“ sagte Pansy 
resigniert.
„Ich werde dich mit meinem Leben beschützen.“, sagte Fred inbrünstig. 

„Nein. Das wirst du nicht. Er hat es sogar geschafft, Dumbledore zu töten. 
Was willst du da gegen ihn ausrichten?“, sagte Pansy und versuchte sich 
nicht anmerken zu lassen, wie schwer ihr die Worte fielen. Es war einfach 
zu gefährlich.
„Pansy. Bitte. Verlass mich nicht.“, sagte Fred und eine Träne lief ihm über 
die Wange.
„Und wenn dir etwas zu stößt, weil du mich beschützt? Denkst du ich 

könnte mir das je verzeihen? Du bist das beste, was mir je passiert ist. Ich 
weiß, dass ich dich nicht davon abhalten kann, dein Leben für diese Sache 
aufs Spiel zu setzen, doch ich kann dich davon abhalten, es für mich zu 
tun.“, sagte Pansy entschlossen. Eine endlos langes Schweigen trat ein bis 
Fred dann sagte:„Dann ist das deine endgültige Entscheidung?“
„Ich werde dich nie vergessen, Fred Weasley, du warst gar nicht so übel“, 
sagte Pansy und schluckte den Klos in ihrem Hals herunter.
„Du warst auch nicht so übel.“

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