19. März 2018

#12 Pansy Parkinson - Eine Fan-Fiktion


Sectumsempra
Fred hatte sie sicher zurück nach Hogwarts gebracht. Er hatte sogar darauf
bestanden, sie durch den ganzen Geheimgang zu begleiten.
Bevor Pansy durch den Buckel der Statue schlüpfte, sagte sie: „Ich hatte
noch nie so einen schönen Abend. Danke, dass du ihn möglich gemacht
hast.“


Auf dem Weg nach unten zum Gemeinschaftsraum konnte sie nur an seine
Worte denken. Er hatte ihr seine Liebe gestanden, doch sie hatte es nicht
geschafft, etwas darauf zu sagen. Am liebsten hätte sie es sofort erwidert,
doch im gleichen Moment musste sie an Draco denken. Er wirkte so
kränklich und hilflos in letzter Zeit. Er war ungewöhnlich sanft und kuschelte
sich abends sogar ab und zu an sie. Doch das mit Fred war so viel mehr.
Sie hatte das Gefühl, ihm alles sagen zu können. Fred würde sie
verstehen. Fred würde sie nie verspotten oder runterziehen. In ihren Briefen
hatte sie ihm von ihrem Vater erzählt und er hatte nur geschrieben:
„Menschen, die mit sich selbst unzufrieden sind, können nicht mit anderen
zufrieden sein. Das gilt auf für Menschen, die sich selbst nicht lieben. Sie
können keine anderen lieben.“ Draco hätte nur gesagt, sie solle sich nicht
so anstellen. Nein, Draco hätte sie nie so verstanden.
Sie konnte keine Sekunde länger mehr mit Draco zusammenbleiben. Nicht
jetzt, wo sie wusste, was Fred für sie empfand. Sie würde Draco noch
heute verlassen und morgen Fred schreiben.
Als sie den Gemeinschaftsraum betrat, fand sie Crabbe und Goyle
aufgelöst vor dem Kamin diskutierend. Als sie Pansy bemerkten, sagte
Crabbe: „Wo hast du nur gesteckt? Draco liegt schon seit Stunden im
Krankenflügel. Potter, dieser Bastard, hat ihn mit einem schlimmen Fluch
belegt.“
Pansy hatte das Gefühl gleich ohnmächtig zu werden. Ohne
Nachzudenken rannte sie zum Krankenflügen, wo sie Draco in furchtbarer
Verfassung vorfand. Er sah aus, wie durch den Fleischwolf getrieben.
„Draco, es tut mir so leid, dass ich erst jetzt komme. Ich habe gerade erst
davon erfahren.“, sagte sie völlig außer Atem. Draco sah sie traurig an und
sagte: „Ich hatte dich wirklich gebraucht.“ Der Schmerz, der in diesen
Worten lag, durchfuhr sie. Das war die Strafe, für diesen tollen Abend,
dachte sie. Pansy setzte sich an Dracos Bett und hielt seine Hand. „Was ist
passiert?“, fragte sie.
„Potter hat mich überrascht, als ich auf der Toilette war. Das Schwein kam
einfach reingeplatzt und hat mich kalt erwischt. Ich hatte in meinem Leben
noch nie solche Schmerzen!“, jammerte Draco.
„Der dreckige Bastard hatte es schon immer aus dich abgesehen.“, sagte
Pansy entrüstet. Was mochte Fred nur an diesem arroganten Mistkerl?
Als sie gerade aufstehen wollte, griff Draco nach ihrer Hand: „Bitte bleib. Ich
brauche dich jetzt.“ Es war nicht mehr daran zu denken, Draco zu
verlassen - nicht in diesem Zustand. Wenn es ihm wieder besser geht,
würde sie mit ihm Schluss machen. Fred würde warten müssen, doch er
war ja selbst Schuld, wenn er sich auch solche Freunde suchte.

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