29. Januar 2018

#5 Pansy Parkinson - Eine Fan-Fiktion


Schwarze Liebe


„Ich habe gerade wirklich andere Sorgen, kannst du dir das vorstellen?“,
knurrte Draco. Sie hatte ihn schweigend in einem verlassenen Gang
geführt. Er hatte wirklich keine Lust mit Pansy über ihre Gefühle zu reden.
Was ihn vielmehr beschäftigte, war das Collier das Madame Rosmerta
einem Schüler geben sollte, der es dann ins Schloss an Filchs
jämmerlichen Detektoren vorbei schmuggeln und zu Dumbledore bringen
würde. Tatsächlich war es Pansy, die ihn erst auf die Idee gebracht hatte.
Es war ein Notfallplan, denn das verdammte Kabinett wollte einfach nicht
funktionieren, egal wie viele Stunden er damit verbrachte.
„Was hast du heute so gemacht?“, fragte Pansy mit einem Blick, der nichts
Gutes verhieß.


„Ich hab gelernt.“, sagte Draco schulterzuckend.
„Lüg. Mich. Nicht. An.“, fauchte Pansy und funkelte ihn böse an.
Draco spürte, wie ihm die Farbe aus dem Gesicht wich. Was wusste sie?
„Mit wem warst du heute zusammen?“ Pansys Frage war nicht mehr als ein
Flüstern.
„Mit Crabbe und Goyle, mit wem sonst?“, sagte Draco, was sogar der
Wahrheit entsprach. Die beiden wussten zwar nicht, was er im Raum der
Wünsche tat, aber im Schmiere stehen, waren sie erstklassig, vor allem
Dank des Vielsafttranks, den er Slughorn gestohlen hatte.
„Crabbe und Goyle?“, fragte Pansy schrill.
„Was willst du eigentlich von mir? Ich hab gerade wirklich besseres zu tun!“,
sagte Draco.
„Besseres? Etwa mit ... Ihnen?“ Pansys Stimme überschlug sich.
Es war Draco ein Rätsel, was die Frau schon wieder für Probleme hatte.
Sprach sie von den Todessern? Er hatte nicht gedacht, dass sie ein
Problem mit ihnen hätte - nicht bei ihrem Vater.
„Über wen reden wir hier?“, fragte er vorsichtig.
„Ich hab dich mit zwei Mädchen gesehen. Zwei!“, platzte es aus Pansy
heraus.
Da viel es Draco wie Schuppen von den Augen. Pansy war eifersüchtig auf
Crabbe und Goyle, die sich mit Vielsafttrank als Mädchen ausgaben.
Unwillkürlich entfuhr ihm ein Lachen. Dar wahr wohl zu viel für Pansy, die
nun wutentbrannt ihren Zauberstab auf ihn richtete: „Incarcerus“
Draco war plötzlich auf höchst peinlich Art mit Seilen an der Wand
gefesselt.
„Ich kann das erklären. Hör mir zu Pansy.“, sagte er lachend. Ganz ernst
konnte er die Sache einfach nicht nehmen. Pansy starrte ihn wütend an.
Fast kam es ihm so vor, als hätte er eine Träne an ihr gesehen. Pansy
weinte nie, eines der Dinge, die er an ihr schätzte.
„Die Mädchen, die du heute gesehen hast, waren Crabbe und Goyle, die
sich in Mädchen verwandelt hatten.“, setzte er an.
„Das soll ich dir glauben? Warum sollten sie...“, Pansy Gesicht sah aus, als
wäre ihr ein ziemlich übler Gedanke gekommen. „Du Schwein! Du nimmst
lieber die beiden, als mich?!“
Er hätte wissen müssen, dass er mit dieser Aussage alles nur schlimmer
machen würde. Jetzt unterstellte sie ihm, er würde mit Crabbe und Goyle
unanständige Dinge tun. Viel schlimmer konnte es ja kaum kommen. Doch
er konnte ihr unmöglich die Wahrheit sagen. Pansy würde ihn niemals
verstehen.
Eine Pause trat ein und als er in Pansys Gesicht sah, liefen ihr Tränen über
die Wangen. „Draco, was ist denn los mit dir? Mach ich irgendwas
falsch?“, schluchzte sie. Warum waren Frauen nur so kompliziert? Musste
immer alles nur mit ihr zu tun haben? Pansy konnte sich wahrscheinlich gar
nicht vorstellen, dass er auch ein Leben ohne sie hatte.
„Du hast ja keine Ahnung was los ist“, murmelte er.
„Dann sag es mir, ich bin deine Freundin, vielleicht kann ich dir helfen!“,
sagte Pansy.
„Niemand kann mir helfen. So einfach ist das und jetzt befrei mich bitte von
diesen Seilen!“, flehte Draco.
„Ich kann so nicht weitermachen, wenn du mich aus deinem Leben
ausschließt!“, sagte Pansy.
„Du willst mich nicht verstehen oder, es geht ihr einfach mal nicht um dich!
Warum will das nur nicht in deinen Schädel, Parkinson?“, sagte Draco und
merkte wie genervt er doch klang. Er glaubte keine Sekunde, dass sie ihn
hier gefesselt stehen lassen würde und sich gar von ihm trennen würde.
Nicht Pansy, die ihn schon immer vergöttert hatte.
„Ich ficke Crabbe und Goyle nicht. Und auch sonst niemanden!“, knurrte er,
und als sie ihn weiterhin nur schweigend anschaute: „Ich versprech’s dir.“
„Ehrlich?“, fragte Pansy erstaunt.
„Ich hab doch dich mein Schatz. Ich hatte die fixe Idee, Crabbe und Goyle
könnten Potter und Wealsey anmachen. Wär doch witzig gewesen.“, sagte
Draco und dankte einer höheren Macht für diese glorreiche Lüge.
„Oh okay.“, sagte Pansy und wischte sich die Tränen fort. Einen Augenblick
später waren Draco Fesseln gelöst und er umarmte Pansy halbherzig, froh
darüber, sich nicht länger mit diesem Problem beschäftigen zu müssen.

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