23. November 2016

Kleine Haar-Desaster Geschichten

Vor kurzen war ich beim Frisör und ich bin mehr als zufrieden! Zum ersten mal in meinem Leben habe ich eine Frisöse gefunden, die genau versteht, was man gerne hätte, Tipps geben kann und es auch noch super gut umsetzt. Und das sogar in meiner kleinen Heimatstadt. Wer hätte das gedacht? 
Und glaubt mir, ich hab’ schon so einige Haardesaster durchlitten. Das liegt vor allem daran, dass 
viele Naturlocken einfach nicht richtig schneiden können. Dazu kommt dann noch so typische Frisörsätze wie „Oh du siehst ja auch wie - beliebigen Star mit gleicher Haarfarbe einfügen“: Ach ja, und an welchen Star erinnere ich dich das nächste mal? 
Oder noch besser „Oh du hast ja so schöne Naturlocken, aber selbst magst du die bestimmt nicht so? - Wir können sie ja heute mal glätten!“ 


Ja genau, ich hasse meine Naturhaare, deswegen laufe ich auch Tag ein Tag aus damit rum? Und unter uns, ich sehe mit glatten Haaren einfach wie eine biedere graue Maus aus. 
Als ich 11-12 Jahre alt war, hatte ich es aber wirklich nicht leicht, denn damals gab es nur einen einzigen Haartrend: Geglättete Glatte Haare.
Lief für mich echt super mit Zahnspange und viel zu großer Nase - und einer Frisur mit der ich in den 80ern der absolute Hit gewesen wäre. Mein 12jähriges Ich dachte sich also, scheiß auf gesundes Haar, jetzt wird geglättet. Nach 1-2 Stunden (ich hatte damals noch lockigeres langes Haar) waren sie dann auch mal sowas ähnliches wie glatt. Nach 5 Minuten an der frischen Luft war das dann aber auch schon wieder Geschichte und meiner Haare waren ein einziger Wuschel. 
Mit 13 fand ich es dann auch echt super wichtig mein Gesicht mit einem riesigen Pony zuzuhängen. Immer noch halbglatte Haare und Pony - irgendwann Locken und geglätteter Pony. Nicht viel besser… 
Danach gab es natürlich noch ein paar Frisörbesuche bei denen mir zu extrem stufigem Haar geraten wurde - extremer Wuschelkopf zur Folge oder einen orangen Haaransatz, weil jemand die Farbe zu spät ausgewaschen hatte. 
Ich habe Frisörtermine so sehr gehasst, dass ich nur noch meine Mama an meine Haare gelassen hab. Ob meine Haare gerade geschnitten sind oder nicht, sieht man eh nicht so genau. 
Bis ich mich letztes Jahr zu einem Long Bob entschlossen habe und das nicht von Mutti geschnitten bekommen haben wollte. 


Mit 21 Jahren habe ich endlich raus, was man mit Naturlocken machen kann und was nicht - Falls euch die Geschichte interessiert hat, ich habe darüber auch ein Video gemacht!



Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen